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Förderprogramm Bund

ZIM Förderung: Zuschüsse für F&E-Projekte im Mittelstand

Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) – Voraussetzungen, Förderquoten, Projektformen und Antragstellung

ZIM ist das technologieoffene Förderprogramm des Bundes für marktorientierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte von kleinen und mittleren Unternehmen. Gefördert werden Vorhaben mit echter technischer Unsicherheit – vom Prototyp über neue Verfahren bis zu Software-/KI-Komponenten – als Einzelprojekt oder im Verbund mit Partnern und Forschungseinrichtungen.

Wenn Sie prüfen wollen, ob Ihr Vorhaben ZIM-fähig ist (oder ob ein anderes Programm besser passt), nutzen Sie den kostenlosen Fördermittel-Check oder sprechen Sie mit unserem Team.

Aktueller Stand 2026 (verifiziert)

Für internationale ZIM-Kooperationen sind bestätigte Ausschreibungen aktiv, darunter die 37. IraSME-Ausschreibung (Frist: 25.03.2026) sowie die 4. Ausschreibung Deutschland–Chile (Frist: 31.03.2026).

Was ist ZIM – und warum wird es bewilligt?

ZIM finanziert nicht „Innovation als Idee", sondern nachvollziehbare F&E-Arbeit: ein Projekt mit klarer Fragestellung, methodischem Vorgehen, messbaren Ergebnissen und Verwertungslogik. Entscheidend ist, dass der Antrag zeigt:

Beispiel technischer Unsicherheit: Nicht „wir wissen nicht, ob Kunden das wollen", sondern „ob Algorithmus/Material/Signalverarbeitung Zielwerte unter Randbedingungen erreicht" – das ist echte technische Unsicherheit, die durch F&E gelöst wird.

  • Stand der Technik (was existiert bereits – und warum reicht das nicht?)
  • Innovationssprung (was wird neu oder deutlich besser?)
  • technische Unsicherheit (welche Risiken sind echt – und wie werden sie gelöst?)
  • Verwertung (wie wird aus dem Ergebnis Wertschöpfung?)

Das ist der Kern, den Gutachter bewerten – und genau darauf strukturieren wir Anträge.

Typische geförderte Vorhaben:

Entwicklung neuer Produkte oder Komponenten
Prozessinnovationen und Fertigungsverfahren
Softwareentwicklung mit technischem Forschungsanteil
Maschinenbau, Elektronik, Sensorik, KI
Materialentwicklung & Verbundwerkstoffe
Digitalisierung mit technischer Unsicherheit
Kooperationen zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen

ZIM ist für viele mittelständische Unternehmen das attraktivste Programm, da es hohe Zuschüsse bietet und flexibel einsetzbar ist. Einen Überblick über weitere Programme finden Sie in unseren Förderprogrammen.

Passt ZIM zu Ihrem Projekt? Schnell-Check (60 Sekunden)

ZIM passt typischerweise, wenn mindestens 3 Punkte zutreffen:

  • Sie entwickeln etwas, das technisch noch nicht gelöst ist (nicht nur "implementieren").
  • Es gibt Risiken, die Sie erst durch Entwicklung/Tests/Validierung klären können.
  • Das Ergebnis ist verwertbar (Produkt, Modul, Verfahren, technische Dienstleistung).
  • Sie können Arbeitspakete definieren: Hypothese → Entwicklung → Test → Ergebnis.
  • Ihr Projekt liegt häufig im Bereich TRL 3/4 bis 6/7 (je nach Vorhaben) – nicht bereits marktreif.

ZIM passt eher nicht, wenn:

  • das Vorhaben primär Rollout/Standard-IT/Customizing ist,
  • keine technischen Risiken benannt werden können,
  • der Projektstart faktisch schon passiert ist.

Wer kann ZIM beantragen?

1. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Nach EU-KMU-Definition:

  • < 250 Mitarbeiter
  • < 50 Mio. € Umsatz oder < 43 Mio. € Bilanzsumme

Mehr Informationen speziell für Unternehmen finden Sie hier: Fördermittel für Unternehmen.

2. Unternehmen über der KMU-Grenze

Nur im Kooperationsprojekt mit einem KMU oder einer Forschungseinrichtung.

3. Forschungseinrichtungen

Als Partner in Kooperationsprojekten, mit eigenem Förderanteil – mehr dazu in Fördermittel für Forschungseinrichtungen.

Mehr zu interdisziplinären Kooperationsprojekten | Co-Funding für Kooperationsprojekte

Welche ZIM-Projektformen gibt es? (Überblick)

FuE-Einzelprojekt

Ein KMU entwickelt eigenständig ein F&E-Vorhaben.

FuE-Kooperationsprojekt

Mindestens zwei Partner (z. B. Unternehmen + Forschungseinrichtung).

Durchführbarkeitsstudie

Vorstudie, um Machbarkeit/Risiken sauber zu prüfen, bevor man das Hauptprojekt aufsetzt.

Innovationsnetzwerk

Mehrere Unternehmen arbeiten strukturiert an Innovationsfeldern und gemeinsamen Zielen.

Diese Unterscheidung ist wichtig, weil sie die Förderlogik, Partneranforderungen und Antragstiefe bestimmt.

Wie hoch sind die ZIM-Förderquoten und Budgetgrenzen?

Hinweis:

Förderquoten und Budgetobergrenzen richten sich nach der jeweils gültigen ZIM-Richtlinie sowie Vorgaben des zuständigen Projektträgers. Werte können je nach Projektform, Konstellation und Region variieren. Maßgeblich ist immer die aktuelle Bekanntmachung.

In der Praxis bewegen sich Förderquoten je nach Unternehmensgröße und Projektform in typischen Korridoren. Die konkreten Sätze und Obergrenzen ergeben sich aus der aktuellen Richtlinie und werden vom Projektträger bestätigt.

Als Orientierung (häufige Größenordnungen):

  • Einzelprojekt: typisch im sechsstelligen Bereich (abhängig von Richtlinie)
  • Kooperationsprojekt: je Unternehmen und Gesamtvolumen abhängig von aktueller Richtlinie
  • Forschungseinrichtungen im Verbund: abhängig von Richtlinie und Projektform
UnternehmensgrößeEinzelprojektKooperationForschungseinrichtung
Kleine Unternehmentypisch 35–45 %typisch 40–50 %in der Regel bis zu 100 %
Mittlere Unternehmentypisch 25–35 %typisch 30–40 %in der Regel bis zu 100 %
Große Unternehmentypisch 20–30 %in der Regel bis zu 100 %

Die genauen Fördersätze ergeben sich aus der aktuellen Richtlinie und können je nach Region, Projektform und Projektträger variieren. Wir prüfen die konkreten Werte im Rahmen des Scopings.

Welche Kosten sind in ZIM typisch förderfähig?

ZIM fördert projektbezogene Aufwände, die direkt der F&E-Arbeit zugeordnet werden können – insbesondere Personalaufwand, externe Leistungen im Entwicklungsprozess, Prototyping und projektnahe Nachweise. Entscheidend ist nicht "ob etwas teuer ist", sondern ob es methodisch zum Arbeitspaket gehört und prüfbar dokumentiert wird.

  • Personalkosten F&E
  • Aufträge an Dritte
  • Materialkosten
  • Prototypen

Weitere Kostenarten (z. B. Reisen, projektnahe Verwertungstätigkeiten, Projektmanagement, investive Kosten) sind nur dann förderfähig, wenn sie unmittelbar dem F&E-Arbeitspaket zuordenbar und prüfbar begründet sind.

Voraussetzungen für ein ZIM-Projekt

Damit ein Projekt förderfähig ist, müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

1

Technische Unsicherheit: Das Projekt muss eine technische Herausforderung beinhalten, deren Ausgang nicht vollständig feststeht.

2

Innovationshöhe: Das Ergebnis muss über den aktuellen Stand der Technik hinausgehen.

3

Wirtschaftliches Potenzial: Das Projekt soll marktrelevant sein und einen klaren Nutzen für das Unternehmen haben.

4

Noch nicht begonnen: Projektstart erst nach Antragstellung.

5

Realistische Planung: Strukturiertes Workpackage-Konzept, Ressourcenplan und Meilensteine.

6

Dokumentation: Erwartet wird eine revisionssichere F&E-Dokumentation.

Der Ablauf der ZIM-Antragstellung – so, dass Gutachter zustimmen

Detaillierte Unterstützung bei der Erstellung aller Unterlagen bieten wir in unserer Fördermittelberatung.

1

Scoping & Förderfähigkeit

Innovationskern, Stand-der-Technik, Risiken, TRL-Zielbild.

2

Projektarchitektur

Arbeitspakete, Abhängigkeiten, Testlogik, Meilensteine, Ressourcen.

3

Kostenlogik

Zuordnung von Kosten ↔ Arbeitspaket ↔ Ergebnis (prüfbar).

4

Verwertung

Markt-/Nutzungslogik, IP/Partnerrollen, Nutzen pro Beteiligtem.

5

Qualitätssicherung

Gutachter-Check (Klarheit, Risiken, Nachweisführung).

6

Einreichung & Kommunikation

Rückfragen strukturiert beantworten, keine Widersprüche.

Hinweis zur Zuständigkeit: Zuständigkeiten können sich je nach Projektform und Richtlinie ändern. Wir prüfen den zuständigen Projektträger im Rahmen des Scopings.

Warum ZIM-Anträge scheitern (und wie man das sauber vermeidet)

Unsicherheit wird behauptet, aber nicht gezeigt (keine technischen Hypothesen/Tests).
Stand der Technik ist zu dünn (Gutachter sehen: „ist bekannt").
Arbeitspakete sind nicht prüfbar („wir entwickeln eine Plattform …").
TRL ist faktisch zu markt-nah (zu wenig F&E, zu viel Umsetzung).
Kosten sind nicht logisch (Budget ohne Bezug zu Ergebnissen).
Verwertung ist generisch („großer Markt, viele Kunden").

Wir stellen sicher, dass Ihr Antrag alle Kriterien erfüllt.

Wie wir Sie im ZIM-Prozess unterstützen

Fördermittel-Check (kostenlos)

Realistische Einschätzung Ihrer Chancen.

Technische & wirtschaftliche Ausarbeitung

Erstellung aller Antragsunterlagen.

Qualitätssicherung durch ehemalige Prüfer

Massive Erhöhung der Erfolgschancen.

Erfolgsorientierte Modelle

Erfolgsorientierte Modelle möglich (abhängig von Projekt/Scope; Details transparent im Angebot).

Projektbegleitung

Dokumentation, Berichte, Nachweise — vollständig durch uns.

Wann lohnt sich ZIM besonders?

ZIM ist ideal für Unternehmen, die:

  • ein neues Produkt entwickeln
  • ihre Fertigung modernisieren wollen
  • KI oder Automatisierung einführen
  • eine neue Technologie testen wollen
  • mit Forschungspartnern zusammenarbeiten
  • Materialinnovationen planen
  • Software mit Forschungsanteil entwickeln

ZIM eignet sich für Projekte mit einem Volumen ab 150.000 € bis über 2 Mio. €.

Beispiele förderfähiger Projekte

Entwicklung eines vernetzten Sensorsystems
KI-basierte Produktionsoptimierung
Neue Robotik- oder Automatisierungslösungen
Materialforschung für Leichtbau
Softwarearchitektur mit Machine-Learning-Komponenten
Prozessdigitalisierung mit technischer Validierung

ZIM oder steuerliche Forschungszulage – was passt besser?

ZIM ist projektbezogene Förderung mit Gutachterlogik und klarer Antragssystematik. Die steuerliche Forschungszulage eignet sich dagegen häufig für kontinuierliche F&E-Aktivitäten und kann – bei sauberer Abgrenzung – eine strategische Ergänzung sein.

Nicht sicher, welches Instrument passt? Detaillierter Vergleich: Forschungszulage vs. ZIM →

Wenn ZIM nicht optimal passt, können auch andere Programme interessant sein – etwa KMU-innovativ oder EXIST.

Ihr nächster Schritt

Prüfen Sie jetzt kostenlos, ob Ihr Projekt ZIM-förderfähig ist.
Wir geben Ihnen zeitnah eine klare Empfehlung.

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